Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Förderung und Praxisbeispiele!

Grundsätzlich antragsberechtigt sind alle in Thüringen wirkenden (nicht notwendiger Weise gemeinnützigen) Vereine, Verbände sowie Kirchen und anerkannte Religionsgemeinschaften, Stiftungen, Initiativgruppen und Körperschaften des öffentlichen Rechts, Landkreise und kreisfreien Städte. Einzelpersonen können mit dem Engagementfonds nicht gefördert werden.
Weitere Informationen finden Sie in den Vergabegrundsätzen der Thüringer Ehrenamtsstiftung.

Die Förderung beträgt einmalig bis zu 1.000,- Euro pro Projekt.
Die Antragstellung erfolgt projektbezogen, d.h. im laufenden Kalenderjahr können Sie auch mehrere Anträge stellen. Beziehen Sie sich jedoch bei Mehrbewerbungen im aktuellen und Wiederbewerbungen in künftigen Kalenderjahren stets auf denselben Standort.

Ausgeschlossen ist die Zusage einer Förderung seitens mehrerer Standorte für das gleiche Vorhaben (Doppelfinanzierungsverbot).

Kofinanzierung ist möglich, sofern diese nicht auch aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie als Förderin des Thüringer Engagementfonds erfolgt.

Ist Ihre Organisation in mehreren Landkreisen durch selbstständige Einheiten vertreten, können diese ebenfalls projektbezogene Anträge bei dem zuständigen Standort stellen.

Die Antragstellung beginnt ab dem 2. Quartal eines Jahres. Zuvor gestellte Anträge werden als Initiativantrag erfasst und sind an die Geschäftsstelle der Thüringer Ehrenamtsstiftung zu richten.

Nach inhaltlich-rechnerischer Prüfung des Antrages erfolgt eine Mitteilung an die antragstellende Organisation oder Initiative zur Aufnahme des Antrages sowie die Weiterleitung an einen Standort zur Bearbeitung.

Ende der jährlichen Antragszeit ist der 30. November eines Jahres.

Förderfähig sind: Tandem-Initiativen: Sprachlotsen, Integrationsbegleiter, Lernpatenschaften, Freizeitpatenschaften,…
Willkommens-Initiativen für Nachbarschaftsfeste, interkulturelle Kochabende, Stadt(-teil) rallye,...Kulturvermittelnde Projekte: Informationsveranstaltungen, Sensibilisierungsworkshops, Theaterworkshops, (Vor-)Lesenachmittage, Veranstaltungen in Stadtteilgärten, Skateboard-, Fahrrad- und Schwimmkurse, Näh-, Holz- und Graffitiwerkstätten, Musikprojekte,…

Förderfähige Kosten:

  • Aufwandsentschädigungen nach dem Ehrenamtsstärkungsgesetz
  • Fahrtkosten nach dem Thüringer Reisekostengesetz
  • Honorare: für Moderatoren, Dolmetscher, Fachkräfte, Künstler,… Maximaler Honorarsatz pro Person/Tag: 300,00€ (brutto)
  • Öffentlichkeitsarbeit: Plakate, Flyer, Vortrags- und Seminarunterlagen,…
  • Sachkosten: Büromaterial, Mieten, Telefonkosten, Portokosten, Lernhefte und –spiele, Mal- und Bastelmaterial,…


NICHT förderfähig sind hingegen: Personalkosten, Fahrzeuge und Fahrtkosten für Hilfsgütertransporte sowie Gegenstände für Hilfsgütertransporte (kein Spendenausgleich).

Anregungen zu einer Förderung bieten unsere gemeinsamen Praxisbeispiele!

1. Bitte nehmen Sie vorab Kontakt mit unseren Ansprechpersonen der Standorte in Ihrer Region auf. Diese können Sie zu Ihrem Projektvorhaben beraten und erleichtern damit die Antragsstellung.

2. Für die Antragstellung steht Ihnen ein Formular zur Verfügung.

3. Das ausgefüllte und unterschriebene Formular senden Sie bitte an die Ansprechperson des Standortes in Ihrer Region. 

4. Eine Fördermittelzu- oder Absage erhalten Sie auch von unseren Ansprechpersonen des Standortes.

Sollten Sie eine positive Fördermittelzusage bekommen, erhalten Sie alle notwendigen Unterlagen für die Abrechnung der Fördermittel nach Abschluss des Projektes, spätestens zum Ende des laufenden Kalenderjahres (31. Dezember). Diese erfordert einen Sachbericht, die Auflistung der einzelnen Ausgabeposten und die dazugehörigen Belege in Kopie. Bei der Auszahlung von Aufwandsentschädigungen belegen Sie uns auf einem entsprechenden Formblatt die Auszahlung durch Unterschrift der Zahlungsempfänger.

Bis 31. Dezember eines Jahres ist die Förderung spätestens zu verwenden.

Die Abrechnung erfolgt bis zum 31. Januar des Folgejahres an den Standort, welcher die Organisation oder Initiative gefördert hat.

Abweichungen zur Frist der Abrechnung sind schriftlich mit der jeweiligen Ansprechperson des Standortes abzustimmen.

Wenden Sie sich für weitere Fragen gern jederzeit an unsere Ansprechpersonen an den Standorten oder kontaktieren Sie:

Frau Alexandra Sauer
Projektkoordinatorin Engagementfonds "nebenan angekommen"
Telefon: 0361/26 28 98 41
E-Mail: sauer(at)thueringer-ehrenamtsstiftung.de


Here you will find answers to frequently asked questions about funding!

The Thuringian commitment fund...is active in a region-wide network
The Thuringian Honorary Office Foundation is cooperating closely with already established local partners in the Thuringian region in this form of project support. Hence, redundant structures are avoided and well-established institutions are strengthened. The local cooperation partners offer advice in the application procedure to committed and interested persons. They organise reflective exchange meetings and specialist conferences concerning various topics of integration and create a nationwide network with their knowledge and experience.

The Thuringian commitment fund...supports initiatives and projects

  1. TANDEM-INITIATIVES: Languages guides, integrational mentors, learning partnerships, leisure partnerships
  2. WELCOMING-INITIATIVES: Neighbourhood parties, intercultural cooking events, city (district) runs
  3. CULTURAL MEDIATION PROJECTS: Informational events, awareness-raising workshops, theatre workshops, reading afternoons, events in public city gardens, skateboard-, bicycling- and swimming courses, sewing-, wood- and graffiti workshops, music projects

The Thuringian commitment fund...supports various costs

  • Compensation for expenses pursuant to the German Honorary Office Strengthening Act
  • Travel costs pursuant to the Thuringian Travel Expenses Act
  • Fees: For moderators, interpreters, special staff, artists
  • Public relations: Posters, flyers, documents for presentations and courses
  • Material costs: Office materials, rents, telephone costs, postage costs, study books and games, drawing and crafting material

A maximum of 1.000 Euro can be subsidised per application

If you have any further questions, please get in touch with our contact persons at the locations at any time or contact:

Ms. Alexandra Sauer
Project Coordinator Thuringian commitment fund
Phone: 0361/26 28 98 41
E-mail: sauer(at)thueringer-ehrenamtsstiftung.de


Die Projekte dienen insgesamt zum besseren Kennenlernen, zum gegenseitigen Verstehen und Akzeptieren unterschiedlicher Werte und helfen so, Vorurteile und Ängste auf beiden Seiten abzubauen. Die Netzwerkstelle ist in das Projekt des Integrationsmanagements der Stadt Eisenach eingebunden. Somit ergeben sich gute Möglichkeiten für eine Vernetzung aller Akteure vor Ort.
— Nicole Päsler, Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadtverwaltung Eisenach

Praxisbeispiel - Heimatpflege im Stadtquartier

Die Aktionswoche hatte das große Ziel, das mit 3500 Anwohner*innen große Stadtgebiet "Jerusalem" durch kulturelle Angebote näher zusammen zu bringen, bestehende Vorurteile abzubauen sowie gegenseitiges Verständnis und ein Miteinander zu entwickeln. Unter anderem bekam ein Überseecontainer - eigentlich Symbol globaler Bewegungen – als Kommunikationsort eine neue ungewohnte Bedeutung, um sich über Heimatgefühle auszutauschen. Er verwandelte sich dabei zum Archiv, zur Ausstellungsfläche oder zu einem gemeinsamen Aktionsraum. Hier versammelten sich die unterschiedlichsten Fragen zu Heimatgefühlen: Wie klingt Heimat? Wie sieht Heimat aus? Wo ist meine Heimat? Hierbei entstand ein reger Austausch. Pflanzaktionen, eine Trommel-, Keramik- und Filzwerkstatt, Heimaterzählungen sowie eine Hip-Hop-Band rundeten die Angebote ab. Die Veranstaltungswoche stieß auf positive Resonanz und alle hoffen darauf, dass der Überseecontainer mit buntem Programm bald wieder kommt.

Träger: Netzwerkinitiative „L(i)ebenswertes Jerusalem“
                                                                      Region: Schmalkalden-Meinigen
                                                                      Foto: Netzwerkinitiative L(i)ebenswertes Jerusalem


Praxisbeispiel - Lernen im Tierpark

Der Freundeskreis für Flüchtlinge e.V. Gera bietet durch regelmäßige Aktivitäten seiner Familienpatinnen und –paten vielfältige Möglichkeiten des Ankommens. So wurde zum Beispiel das Tierparkfest in Gera gemeinsam mit Familien mit Migrationshintergrund besucht, um das Lernen durch Erleben in der Natur zu fördern. Weiterhin wurden regelmäßige Hilfen beim Homeschooling für Kinder und Jugendliche ermöglicht. Ebenso hat der Verein durch einen gemeinsamen Kinobesuch der Ehrenamtlichen mit anschließender Diskussionsrunde zum Film als Form der Wertschätzung auch zu weiterer Motivation im Vereinsgeschehen beigetragen.

Träger: Freundeskreis für Flüchtlinge e.V.
Region: Gera
Foto: Freundeskreis für Flüchtlinge e.V.


Praxisbeispiel - Themenabend #nofilter Afghanistan

Am 15. Oktober 2021 fand in den Räumen des Vereins ein Themenabend zu Afghanistan statt. Vier Referent*innen mit vier Perspektiven berichteten eindrücklich über "ihr" Land. Ziel war es somit, den Gästen vier verschiedene Eindrücke zu vermitteln: Afghanistan als Herkunftsland, Heimat und Identität, Militärpunkt und Ort von internationalem Engagement. Beide Afghan*innen berichteten über ihre Lebensgeschichten, wie sie aufgewachsen sind und warum sie vor wenigen Jahren das Land verlassen haben. Die beiden deutschen Referenten waren beruflich in Afghanistan. Der Eine als Entwicklungshelfer einer internationalen Organisation, der andere als politischer Beauftragter der Bundeswehr.

Dieser Abend wurde als Kooperationsveranstaltung der Vereine schrankenlos e.V. und dem Kleine Freiheit e.V. organisiert. Alle zehn beteiligten Vereinsmitglieder wirkten in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung ehrenamtlich mit. Es war eine öffentliche Veranstaltung für interessiertes Publikum. Gemeinsam diskutiert und gefragt haben 30 Gäste.

                                                                      Träger: Kleine Freiheit e.V.
                                                                      Region: Nordhausen
                                                                      Foto: Kleine Freiheit e.V.


108
Unterstützte Vorhaben durch die Stadtverwaltung Gera/Ehrenamtszentrale
110
Unterstützte Vorhaben durch die Stadt Erfurt und das Zentrum für Integration und Migration
41
Unterstützte Vorhaben durch die Thüringer Ehrenamtsstiftung (Akuthilfe 2016 und 2020)

Praxisbeispiel - Ehrenamtliche Deutschkurse

Die Kreisdiakoniestelle Hildburghausen/Eisfeld bietet mit ihrer Kirchenkreissozialarbeit Menschen in herausfordernden Situationen Unterstützung. Unter anderem zählen dazu die Deutschkurse für Migrant*innen. Diese finden wöchentlich unter der Leitung zweier Ehrenamtlicher statt. Die Teilnahme ist für alle Interessierten freiwillig und kostenlos. Um den unterschiedlichen Sprachniveaus der Teilnehmer*innen gerecht zu werden, gibt es einen Kurs für Anfänger*innen und für Fortgeschrittene. Das Ziel des Sprachkurses ist es, den Teilnehmer*innen die notwendigen Sprachkenntnisse zu vermitteln, um sich in alltäglichen Situationen sicher verständigen zu können. Dies fördert zum einen das Gefühl, dazugehörig zu sein und zum anderen befähigt es die Teilnehmer*innen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Träger: Kreisdiakoniestelle Hildburghausen/Eisfeld e.V.
Region: Hildburghausen
Foto: Kreisdiakoniestelle Hildburghausen/Eichsfeld e.V.


Praxisbeispiel - Lebendiges Theaterstudio

Das Förderzentrum „Regenbogen“ e.V. hält mit verschiedenen Veranstaltungen und Angeboten Wege bereit, um die deutsche Kultur zugewanderten Menschen und die russische Kultur den Einheimischen näher zu bringen. Der Verein berät außerdem Aussiedler bei rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen.
Seit 10 Jahren gibt es beim Förderzentrum Regenbogen e. V. das Theaterstudio „Seele“, welches fast 30 Migrantenkinder, Jugendliche und Erwachsene im Alter zwischen 3 und 70 Jahren aus verschiedenen Nationalitäten vereinigt. Dabei fanden mehrere Kurse und Aufführungen statt, zum Beispiel das musikalische Märchen „Die Schneekönigin“ und das Russische Folklorefest „Masleniza“ im Februar, die Veranstaltung „Wir lieben Musicals“ im September, das Oktoberfest mit den Theater-Teilnehmenden und deren Familienangehörigen sowie Weihnachtsprogramme im Dezember. Die Proben fanden wöchentlich am Samstag und Sonntag (außer in den Shutdown-Zeiten) statt. Die Kinder und Jugendlichen lernten singen, tanzen, musizieren und malen, die Erwachsenen halfen bei Kostüm- und Requisitenanfertigungen. 

                                                                     Träger: Förderzentrum Regenbogen e.V.
                                                                     Region: Erfurt
                                                                     Foto: Förderzentrum Regenbogen e.V.


Vertrauen schaffen durch Begegnung – innerhalb der Nachbarschaft, in der Gemeinde, im Dorf und in den Stadtteilen.

Die Thüringer Ehrenamtsstiftung fördert diese nachbarschaftlichen Projekte auf unkompliziertem Wege mit Mitteln aus dem Engagementfonds „nebenan angekommen“. Unterstützt werden integrative Vorhaben und Ideen, die die Bereitschaft für eine gut funktionierende multikulturelle Nachbarschaft stärken, die Vorurteile und Sprachbarrieren abbauen sowie Wissen und Verständnis über- und füreinander aufbauen.

Als Koordinierungsstelle ist es unsere Aufgabe, Menschen, die sich für und mit Geflüchteten engagieren, zu unterstützen. Dies geschieht sowohl finanziell durch die Auslobung des Engagementfonds, ideell über die Bekanntmachung der zahlreichen Projekte und fachlich durch regelmäßige Netzwerktreffen. Neben Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten soll dabei auch die Möglichkeit gegeben werden, gemeinsam Lösungsansätze zur Integration zu erarbeiten und Ideenaustausch zwischen den Akteuren anzuregen.

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